Vom ersten Sharepoint Saturday in Bremen gibt es viel zu berichten. Microsoft Graph, News vom SharePoint Engineering Team und Best Practices für Office 365 Groups sowie Azure Security  – ich habe Ihnen mit meinem Blog-Beitrag da mal was vorbereitet. Here we go: 

Microsoft-Graph: Nie gehört? Dann wird es Zeit!

Besonders interessant fand ich auf dem Sharepoint Saturday die Neuigkeiten rund um Microsoft Graph. Wenn Sie die Plattform noch nicht kennen, hier eine kurze Erklärung: Bei Microsoft Graph handelt sich um eine Technologie, die innerhalb der kompletten Cloud-Infrastruktur von Microsoft aktiv ist. Sie dient dazu, jegliche Arten von Informationen sinnvoll in einem Netzwerk zu verknüpfen.

Bild: Dieses Diagramm soll Ihnen einen kleinen Eindruck vermittelt, welche Ressourcen der Microsoft Graph miteinander verknüpft.

Egal, woher die Informationen in der Cloud kommen, ob SharePoint Online, Azure AD, Microsoft Teams, Exchange Online, Skype 4 Business oder Microsoft Intune – um nur einige wenige Beispiele zu nennen –, alles wird über Microsoft Graph verknüpft. „Warum sollte mich das interessieren“, denken Sie jetzt vielleicht. Nun, ganz einfach: Weil Microsoft-Graph fortan DIE API-Schnittstelle für alle neuen Entwicklungen des Anbieters sein wird. Es ist also zentral für die zukünftige Nutzung der gesamten Microsoft-Cloud.

Aktuell wird für jeden Service in Office 365 jeweils noch eine andere Art von Programmierschnittstelle verwendet. Microsoft wird mit der Graph-API also künftig eine API bieten, mit der man direkt auf alle Daten in der Cloud zugreifen kann. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Vereinheitlichung ist, dass alle Daten über den „Graphen“ verknüpft sind und dadurch mehr Informationen innerhalb einer Anfrage an die genutzte Applikation zurückgegeben werden können.

Natürlich sind dabei Sicherheits-Informationen hinterlegt. Der jeweilige Anwender bekommt also immer nur die Daten, für die er auch über Freigaben verfügt.

Ein nützliches Tool in diesem Zusammenhang ist der Graph Explorer. Mit ihm kann man sich die Daten im Graph anschauen und zudem auch eine JSON – Objektnotation in JavaScript – generieren lassen. Das kompakte Datenformat hilft dabei, die Response zu überprüfen und zu schauen, ob die erstellte Anfrage funktioniert hat. 

Plausch mit dem Sharepoint Engineering Team

Ein weiteres Highlight war für mich die Runde mit dem Entwickler aus dem SharePoint Engineering Team. Hier wurde erklärt, warum es zwischen Office 365 und SharePoint On-Premises große Unterschiede gibt. So dauert ein Release für eine On-Premises-Version länger als für Office 365. Der Grundtenor war dann auch der, dass sich dies in nächster Zeit nicht ändern wird.

Dafür wird es im Lauf dieses Jahres ein Preview-Version von SharePoint 2019 und Ende 2018 sogar bereits die Release-Fassung geben. Zu diesem Thema halten wir Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

Eine weitere wichtige Info auf der Bremer Veranstaltung war, dass das Microsoft Development Network (MSDN) fortan nicht mehr gepflegt wird. Doch bevor Sie jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Das ist nicht weiter tragisch, denn der Entwickler bietet mit seiner neue Plattform Microsoft Docs adäquaten Ersatz. 

Best Practices für Office 365 Groups und Azure Security

Von der Office 365 Groups Session konnte ich einen Workflow über die Einrichtung von Office 365 Groups mitnehmen. Die Vorteile: Konfigurationen können direkt vorgenommen werden und es wird eine Definition erstellt, welche Anwender Gruppen anlegen dürfen. Im Normalfall ist das recht offen gehalten und es kann manchmal ein regelrechter Wildwuchs an Gruppen entstehen. Da erspart dieser Workflow so manchen Ärger.

Auch die Azure Security Session war äußerst spannend. Hier wurde anschaulich demonstriert, wie wichtig es ist, die Microsoft-Empfehlungen einzuhalten, um Datenverluste in der Azure Cloud zu vermeiden. Die Mobilgeräteverwaltung über Intune oder Multi-Faktor-Authentifizierung spielten dabei eine große Rolle. 

SharePoint Saturday – eine Empfehlung?

Wer sich mit der Materie auskennt oder tiefere Einblicke in Cloud-Dienste und deren Zusammenhänge sucht, dem kann ich ein Event wie den SharePoint Saturday nur ans Herz legen. Die Veranstaltung bietet nämlich nicht nur viele relevante, aktuelle und spannende Inhalte, sie ist zudem kostenlos. Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Mal.

Das Team der B-S-S besucht regelmäßig Veranstaltungen wie den SharePoint Saturday in Bremen. Denn wir sind ständig auf der Suche nach neuen Entwicklungen, Methoden und Technologien, die die Arbeit unserer Kunden erleichtern. Haben Sie Fragen oder Anregungen, dann lassen Sie mir gern einen Kommentar da.