visionaerDigitalisierung kommt so langsam als Thema an. Es wird in immer größeren Kreisen darüber diskutiert. Es werden täglich neue Studien veröffentlicht. Und sogar in den Nachrichten wird in irgendeiner Form etwas über das Thema berichtet. Es ist also klar, der Hype ist da. Viele Unternehmen digitalisieren sogar, ehe sie dessen bewusst sind, dass sie gerade digitalisiert haben. Sie gehen einfach den nächsten logischen Schritt. Und das ist unser Schlüsselwort – Digitalisierung ist einfach der nächste logische Schritt.

Es ist fast so, als würden alle Puzzle Teile von alleine den Weg finden. Denn die einzelne Komponente der Digitalisierung gibt es ja bereits. Jetzt kommt es darauf an, wie diese orchestriert, zusammengeführt, in Kontext gesetzt werden. Wie können wir all die wunderbare Technologie für uns nutzen. Weshalb entsteht also eine Verwirrung sobald es um die Digitalisierung geht? Ich habe da eine Theorie.

Möglicherweise wurde suboptimal etikettiert
Wir alle denken gern in Etiketten und Labels. Das macht unser Leben einfacher – denn es grenzt das Themenfeld ein, damit wir mit den Informationen sofort etwas anfangen können. Nicht aber, wenn es um Digitalisierung geht. Was alles da reininterpretiert wird, welche unterschiedlichen Komponenten jede darunter versteht – das alleine könnte Bänder füllen. Und dann haben wir erst nur über die Fragestellungen gesprochen und nicht über die Antworten.

Möglicherweise sind wir nicht in der Lage klar zu fokussieren
Da ist diese enorme Interpretationsfreiheit – wie im vorherigen Punkt erklärt – fällt es uns oft schwer zu fokussieren. Wo fängt man an? Wo hört man auf? Muss man gleich komplette Strukturen im Unternehmen umkrempeln ehe man sich der Digitalisierung widmen kann? Oder im Gegenteil? Zuerst erfolgreich digitalisieren und dann die Organisation anpassen? Es ist ein Paradebeispiel für das Huhn und das Ei. Und weil wir die Antworten von dort aus nicht überblicken können, wo wir gerade stehen, warten wir erst einmal lieber schön ab.

Kostentreiber IT

Möglicherweise hassen wir Veränderungen

Wenn wir eh schon beim Abwarten sind, können wir auch gleich dort bleiben. Veränderungen bringen eh eine Menge Unsicherheiten mit. Und es fällt uns ohnehin schwer Denkweisen zu ändern.

Wie wäre es mit einer pragmatischeren Herangehensweise?

Ein Vorschlag von mir: sehen Sie den Prozess als nächsten logischen Schritt. Nehmen Sie der Sache die Komplexität. Fangen Sie mit dem Bereich an, der sofortige Erleichterung in die Bewältigung des Tagesgeschäfts bringt. Auf diese Weise schaffen Sie Raum für die weiteren Schritte.

Predigen wir dies, weil die Digitalisierung der Geschäftsprozesse unser Brot ist? Klar. So ist es. Aber es könnte nicht über eine längere Zeit unser Brot sein, wenn es für unsere Kunden nicht das Richtige wäre. Und nach zahlreichen abgeschlossenen Projekten sehen wir auch, dass beim Essen der Appetit kommt.
Wenn Geschäftsführer es erst merken, wie ort- und zeitunabhängiges Arbeiten richtig funktioniert, welchen Mehrwert sie durch die gewonnene Transparenz im Unternehmen erzielen, wie sinnvoll es ist die Arbeitsweisen zukunftsfähig zu gestalten, bekommt das Prozess „Digitalisierung“ eine wundervolle Dynamik. Und die nächsten Schritte ergeben sich wie von selbst. Keiner von den drei oben genannten Blockaden tritt mehr ein.

Im Gegenteil. Sie werden erleben, dass plötzlich effektiver und produktiver gearbeitet werden kann. Dass geteiltes Wissen im ganzen Unternehmen verwendet werden kann. Dass Ideen von den Mitarbeitern auch ungefragt eingebracht werden, weil die Kommunikationshürden verschwinden.

Übrigens hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Publikation zum Thema ort- und zeitflexibles Arbeiten veröffentlicht, die wir Ihnen gern ans Herzen legen würden: www.bmas.de

Die Publikation geht auf die Chancen, Risikenund Herausforderungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz ein. Zudem werden darin Empfehlungen ausgesprochen und die aktuelle gesetzliche Lage zur modernen Arbeitsmodellen vorgestellt.

 

Sollten Sie konkreten Bedarf an Digitalisierung Ihrer Arbeitsabläufe haben, wenden Sie sich gern an uns!

Info: Dieser Artikel wurde für die Blogparade: DIGITALISIERUNG zum PM Camp Berlin 4.0 erstellt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Heiko Bartlog für die Organisation. Hier finden Sie weitere Details über die Aktion: Aufruf Blogparade Digitalisierung